Aufgrund der Inbetriebnahme des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) gibt es ein Update der ICAO-Karte im Bereich Berlin.

Die Änderungen sind gültig ab 9 NOV 20.

Hier findet man den überarbeiteten Kartenausschnitt zum Download.

Seit Donnerstag bis Sonntag, den 11.Oktober, haben wir eine einsitzige Jonker JS3 Rapture zum Probefliegen am Flugplatz. Der Gleiter mit wahlweise 15 oder 18 m Spannweite besitzt eine Turbine als Heimkehrhilfe. 

Katrin Senne bei der Vorbereitung des Hochleistungsgleiters für den nächsten Flug 

Am Freitagabend hielt der Firmengründer und Testpilot Uys Jonker einen kurzweiligen Vortrag zu Designs, Entwicklung und Herstellung der Jonkers-Segelflugzeuge und zeigte Videosequenzen zu Belastungstests und Flugerprobung.

Mit der JS3 über der Schwäbischen Ostalb

 

Fotos von Thomas Mannal

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  Die ADAC Luftrettung beabsichtigt Schulungs- und Übungsflüge mit neuartigen Sichtsystemen auf dem Flugplatz in Elchingen. Ab dem 26. Oktober, also nach der Zeitumstellung und der damit verbundenen früheren Dämmerung, plant der ADAC einzelne Übungsanflüge auf den Flugplatz. Diese finden dann außerhalb der üblichen Öffnungszeiten statt, also nach Sonnenuntergang. Meistens in den frühen Abendstunden. 

 Der Flugplatz Aalen-Elchingen ist von den Luftfahrtbehörden und der ADAC-Luftrettung als einer von 9 Flugplätzen in ganz Deutschland wegen seiner Lage ausgewählt worden. 

Die nahe Autobahn A 7, die umliegenden Krankenhäuser und Fachkliniken machen den Flugplatz als Übungsort Interessant. Da es im direkten Umfeld des Flugplatztes keine starken Lichtquellen gibt, können die Piloten mit dem sogenannten NVIS-System bestens üben. Dieses System dient im Besonderen den Flugbesatzungen bei Dämmerung und einsetzender Dunkelheit.  

 Laut ADAC wird es in dem Zeitraum zwischen 26.Oktober und Mitte Dezember einzelne Anflüge geben. Neben Elchingen sind 8 Weitere Flugplätze in ganz Deutschland ausgewählt worden. 

Für die Flüge bei Dunkelheit tragen die Piloten spezielle Nachtsichtbrillen, damit sind sie in der Lage, nach Sonnenuntergang auch bei minimalen Lichtverhältnissen direkt an der Einsatzstelle zu landen.  

Die Nachtsichttechnologie NVIS (Night Vision Imaging System) wird von den Rettungspiloten neben Verlegungsflügen auch bei nächtlichen Primäreinsätzen im regulären Rettungsbetrieb verwendet. Diese ermöglicht die sichere Notfallversorgung bei Dämmerung oder Nacht. 

Durch die Notfalleinsätze bei Nacht könnte auch der Rettungsdienst im Ostalbkreis und den umliegenden Nachbarkreisen entscheidend verbessert werden, so der ADAC.  

Akut erkrankte oder verunfallte Patienten können bei diesen Primäreinsätzen damit vor Ort notfallversorgt und auf schnellstem Weg in geeignete Kliniken transportiert werden. 

 

 Die Luftretter sind gesetzlich dazu verpflichtet solche Übungen durchzuführen.  

Der Luftsportring als Inhaber und Betreiber des Aalen-Heidenheim/Elchingen (EDPA) hat der Anfrage die Zustimmung gegeben. 

Der Vorsitzende des Luftsportrings Aalen Helmut Albrecht lobt die hervorragenden Beziehungen zur Deutschen Luftrettung.  

„Schon jetzt fliegen regelmäßig Rettungs-Hubschrauber den Flugplatz an, um Patienten in die Spezialklink nach Neresheim zu überführen. Gerade bei Schlaganfallspatienten ist der Faktor Zeit von enormer Bedeutung!“ 

Auch während des Corona-Lock-Downs fanden diese statt.  

Albrecht betont: „Dies unterstreicht die überregionale Bedeutung unseres Flugplatzes!“ 

Deswegen hat der Luftsportring auch die Zustimmung für die ADAC-Flüge gegeben. „Da es sich nur um vereinzelte Flüge handelt und auch nicht in der Nacht“, so Albrecht. 

„Schließlich könnten diese Einsätze auch Leben der Einheimischen retten. 

Die Flüge sollen im Zeitraum vom 26.10. - 13.12.2020 stattfinden. Vor weiteren Übungsaktivitäten werden wir informiert. Dauerhaft stattfindende Flüge in den Abendstunden wird es nicht geben. Und - uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden informiert ist!“ 

 

Seit genau 50 Jahren gibt es die die öffentlich-rechtliche Luftrettung in Deutschland. 

1970 flog „Christoph 1“ den ersten Einsatz von München aus.  

Bei rund 20.000 Verkehrstoten damals war der Hauptgrund für die Anforderung eines Rettungshubschraubers noch der Verkehrsunfall. Mit der erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr hat sich dies komplett verändert. 2018 war nur in rund elf Prozent der 54.356 Einsätze ein Verkehrsunfall der Grund für schnelle Hilfe aus der Luft. Anforderungsgrund Nummer eins bei täglich rund 150 Einsätzen waren in fast jedem zweiten Fall internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen, in 13 Prozent Freizeitunfälle (Sport- und häusliche Unfälle) und in elf Prozent neurologische Notfälle (zum Beispiel Schlaganfall).

Bundesweit mit 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert wird oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz.   

Albrecht erklärt: „Als Verkehrslandeplatz dient unser Flugplatz in Elchingen auch als Infrastruktureinrichtung des Landes. Daher tun wir unser Möglichstes, um in diesen schwierigen Zeiten zu helfen.“ Der Luftsportring unternimmt vielfältige Investitionen in die Sanierung und den Erhalt der Anlagen, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Gerade in schwierigen Zeiten muss man den Blick nach vorne richten. 

 

Fotos:  

ADAC Rettungshubschrauber.  

Piloten im Einsatz mit dem NVIS. 

Zur Veröffentlichung freigegeben durch ADAC. 

  

Michael Kost 

Luftsportring Aalen; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Rainer Labus ist heute zum ersten Mal solo mit der C-42 unterwegs gewesen. (Neu)Pilot und seine beiden Fluglehrer sind happy. Wir wünschen Dir viele schöne Flugerlebnisse und weiterhin so viel Engagement im weiteren Verlauf Deiner Ausbildung zum UL- Piloten...

 
 
 
 

Maximilian Maier, 14 Jahre jung, hat am 17. Mai mit der Segelflug Ausbildung im Luftsportring Aalen begonnen.

Nach 45 Starts mit Fluglehrern ist er jetzt freigeflogen... 

Foto: Die Fluglehrer Uli Grau und Thomas Mannal durften als erste gratulieren.

Der LSR Aalen siegt in Runde 9 und liegt nun in der Gesamtwertung auf Platz 6.

Der Juli 2020 präsentierte sich mit außergewöhnlichen Wetterlagen. Die Segelflieger frohlocken, wenn der Wetterbericht „Hammerwetter“ prognostiziert. Meist versteckt sich hinter diesem Begriff Kaltluft mit Hochdruckeinfluss. Gute Steigwerte in der Thermik mit durchschnittlich 3 Meter pro Sekunde. Quellwolken, der Kenner spricht dann von Cumulusbewölkung. Und einer hohen Wolkenbasis von ca. 1500 Meter über Grund. Streckenflugpiloten stellen schon sehr früh am Morgen ihre Segelflugzeuge an den Start um möglichst früh, bei einsetzender Thermik starten zu können.

Der vergangene Samstag, die 9.Runde in der Segelflug-Bundesliga: Nachdem für den Sonntag die Wetterprognosen nicht gut waren, konnte nur der Samstag für möglichst schnelle Flüge in Frage kommen. Die Wetteraussichten besagten aber keinen richtigen „Hammertag“ voraus. Bernd Schmid, Luftsportring Spitzenpilot und Trainer der Deutschen Frauen- Nationalmannschaft hatte die Damen zum Trainingslager extra nach Elchingen eingeladen. Die ideale Infrastruktur am Flugplatz und die guten thermischen Möglichkeiten auf dem Härtsfeld. Auch die anderen Piloten des LSR-Aalen haben gute Leistungen gezeigt.

Schon früh zeigten sich dann die ersten Quellungen über dem Schwarzwald und der Alb, die dann in einem ersten Schub hochkochten.

Das Wetter an diesem Tag war aber alles andere als homogen. Immer wieder gab es hervorragende Thermik, dann liefen die Wolken wieder auseinander, die Sonneneinstrahlung ließ dadurch nach und die Thermik wurde schwach. Ab späten Nachmittag, erst gegen 17.00 Uhr, wenn normalerweise die beste Thermik vorbei ist und die Piloten im Endanflug auf ihren Heimatflugplatz sind, entwickelte sich genau über der Schwäbischen Alb eine etwa 80 Kilometer lange Wolkenwurst. Wetterexperten und Segelflieger sprechen von einer Konvergenzline. Zwei unterschiedliche Luftmassen prallen aufeinander. Die Luft kann nur nach oben und unten ausweichen. Auf einer Seite dieser „Wolkenwurst“ kann man im Formel-1-Tempo in gerader Linie entlangfliegen. Geschwindigkeiten von über 200km/h sind kein Problem. Eine lange anhaltende Konvergenzlinie, das freut Segelflieger!

Man musste nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Erwin Ziegler der an diesem Tag eigentlich in den Schweizer Jura fliegen wollte kam vom Oberen Donautal mit seinem Segelflugzeug tief unter der Wolkenstraße an. Er fand in etwa 500Meter über Grund den Aufwind, der ihm bis unter die Wolkenwurst trug. Auch Steffen Schwarzer hatte an diesem Tag bereits über 700 Kilometer geflogen. Er sah diese Wolke und ist auch noch einmal rund 150 Kilometer Strecke geflogen.

Interessant ist, in welcher Form und vor allem zu welcher Zeit die Reihungen der Alb genutzt wurden. Bernd Schmid als Leiter des Trainingscamps der Damen-Nationalmannschaft konnte sich ebenfalls in die Wertung eintragen. 127 km/h im Durchschnitt.  Insgesamt flog er 1025 Kilometer. Strecken, die inzwischen bei Hammerwetter durchaus möglich sind. Vor einigen Jahren noch Einzelfälle. Insgesamt flogen am vergangenen Samstag 5 Piloten 1000 Kilometer. Darunter vom LSR Mathias Reich. Aus der Nachbarschaft der Neresheimer Gerrit Illenberger. Vom LSR Aalen nutzte auch Johannes Böckler die späte Konvergenz für seine Speed, 130 km/h. Was den absoluten Schnitt angeht, war Erwin Ziegler nicht zu schlagen, der seinen Speed ebenfalls von Aalen aus über der Alb machte und die 149km/h in einen Flug über knapp 1045km einbettete. 

In der Bundesliga zählt die Geschwindigkeit. Es kämpfen 30 Vereine um den Titel. Pro Saison finden insgesamt 19 Wertungsrunden von Ende April bis Ende August statt. In diesem Jahr begann die Bundesliga Saison erst an Pfingsten.

Dokumentiert werden die Flüge über ein GPS-gestütztes Logger-Flugschreibersystem. Das Grundprinzip: Die drei schnellsten Flüge eines Vereins über einen Zeitraum von 150 Minuten gelangen pro Runde in die Wertung. Ziel ist es, an einem Tag mit einem Segelflugzeug so viele Kilometer wie möglich ohne Zwischenlandung und mit einer höchstmöglichen Geschwindigkeit innerhalb der 150 Minuten zurückzulegen. Eine Wertungsgeschwindigkeit von mindesten 40 km/h ist erforderlich, um in die Wertung zu kommen. Im Normalfall werden durchschnittliche Geschwindigkeiten zwischen 80 bis 120 km/h erflogen, an Spitzentagen können es auch in unseren Breiten bis zu 150 km/h sein. Der Verein mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit bekommt 20 Punkte, der Zweitplatzierte erhält 19 Punkte usw. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die eingesetzten Flugzeugtypen mit einem höheren Handicap (Index) gewertet, je leistungsfähiger sie von der Gleitzahl her sind.

Der Luftsportring hatte nach dem Samstag unangefochten die Nase in Runde 9 vorne. Immerhin gute 10 Speed-Punkte lagen sie vor Donauwörth, Schwäbisch Gmünd nochmal knapp dahinter. Mit 87 Punkten liegt der Luftsportring Aalen nun auf Platz 6. Die Spitzenplätze haben weiter die FG Wolf Hirth (116 Punkte) und Titelverteidiger Rinteln (144 Punkte) inne.

Die Niedersachsen können 4 Runden vor dem Ende ihren Vorsprung nochmals ausbauen und setzen damit ein klares Zeichen in Richtung Titelgewinn. Aber noch sind 80 Punkte zu vergeben und damit weiter alles offen.

An diesem Wochenende wird Runde 10 ausgetragen, allerdings wird es sicher kein Hammerwetter geben wird. es bleibt also spannend, wer was daraus macht ...

Foto:
Die Perspektive des Piloten (Steffen Schwarzer) unter der Wolkenwurst.
Fliegen entlang einer Konvergenzlinie.