Die Weltmeisterschaften der kleinen Klassen in Montlucon, Frankreich sind sehr erfolgreich für das Deutsche Segelflug-Team zu Ende gegangen.


Das Deutsche Team mit seinem Kapitän Bernd Schmid (untere Reihe, 2.v.l.)

Es waren außerordentlich schwere Bedingungen, mit denen sich die besten Segelflugpiloten der Welt in den vergangenen 2 Wochen in Frankreich quälen mussten. Hitze, Wind und schlechte Flugsicht. Die Folge war eine schwache, manchmal kaum nutzbare Thermik. Flughöhen von gerade mal 600-700m über Grund. Rund die Hälfte aller Wertungsflüge endeten für die WM-Piloten vorzeitig auf dem Acker. Sogar der polnische Ausnahme-Pilot und „Weltmeister vom Dienst“ Sebastian Kawa mit seiner nur 190 kg leichten Diana2 hat zweimal taktisch ziemlich daneben gegriffen. Normalerweise hat er ein Abo auf den Titel. Deshalb ist Platz 9 für Steffen Schwarzer vom LSR Aalen viel mehr als nur ein respektables Ergebnis. Es zeigt, dass der Pilot des LSR Aalen inzwischen zur absoluten Weltspitze gehört. So sieht es auch Bernd Schmid, Team-Kapitän der deutschen Segelflug-Nationalmannschaft. Der gebürtige Giengener und ebenfalls LSR Aalen Mitglied hat die Deutschen Piloten täglich zu Höchstleistungen motiviert. „Hut ab vor der Leistung aller Piloten! Die Organisatoren haben sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, aber die Stimmung im deutschen Team war trotzdem ausgezeichnet!“


David Bauder (re.) und Steffen Schwarzer (li.)

Weiter erzählt der Team-Kapitän sehr zufrieden. „Wir sind total happy, dass diese WM überhaupt hat ausgetragen werden können!“ Gerade für die beiden Deutschen in der 15m-Klasse gab es immer wieder eine Rückholer-Rally. Außenlanden, beziehungsweise den Hilfsmotor starten. Das deutsche Team war in dieser Klasse mit der absoluten Weltelite im Wettbewerb. In der Gesamtwertung kamen David Bauder auf Platz 8 und direkt dahinter Steffen Schwarzer auf Rang 9 - unter die besten Zehn. Weltmeister ist der Pole Sebastian Kawa, Vizemeister Teamkollege Lukasz Grabowski.

In der Standard-Klasse bewiesen Jan Omsels mit Platz 2 und Simon Schröder auf Platz 5 der Tageswertung, dass sie ihren neuen Titel zu Recht tragen: Weltmeister Simon Schröder und Vizeweltmeister Jan Omsels, mit deutlichem Abstand zum restlichen Feld. Enrique Levin musste leider außenlanden und rutschte damit im Gesamtklassement auf Rang 8. Damit zählt er immer noch zu den zehn besten Standard-Klasse-Piloten der Welt.

Deutschland gewann als Team den World-Champion-Pokal vor den Niederlanden und Polen.

Auch der erste Vorsitzende des LSR Aalen Dr. Helmut Albrecht zollt dem Ebnater Steffen Schwazer seinen Respekt. „Ein Mitglied des Luftsportrings bei einer WM ist etwas Herausragendes. Es zeigt welche Möglichkeiten der Verein und Flugplatz in Elchingen bieten. Wir gratulieren sehr herzlich!“

Der LSR Aalen gratuliert seinem erfolgreichen WM Piloten.