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Markus Frank vom Luftsportring Aalen hat an einem Wochenende gleich drei Deutsche Rekorde geflogen.

Jetzt ist es vom Deutschen Aeroclub bestätigt. 2 Flüge und 3 Deutsche Rekorde. Und das an einem Wochenende. Die guten Wetterbedingungen für Segelflieger im Juli haben besondere Flüge ermöglicht. An zwei aufeinander folgenden Tagen, 18.- und 19. Juli gelangen ihm mit seinem Segelflugzeug Deutsche Rekordflüge. Er flog am ersten Tag auf der Ziel-Rück-Strecke 938 Kilometer über den Jura, das Grenzgebirge zwischen der Schweiz und Frankreich.

Schon um 7 Uhr am Morgen hatte er seine EB-29 startklar gemacht. Die Wettervorhersagen für den gesamten Süddeutschen Raum versprachen an diesem Tag eigentlich gar nicht so perfektes, schnelles und gutes Segelflugwetter. Während seine Elchinger Kameraden sich für Dreiecksflüge entschieden, plante Frank aber einen Flug Richtung Südwesten. Quer über die gesamte Schwäbische Alb hinein in den Schwarzwald. Von dort über den Hochrhein in den Schweizer Jura. So war der Plan. In Ruhe wartete er ab, bis die Thermik gegen 09.30 einsetzte. Das ist sehr früh. Mit diesem Wissen plante er seinen Rekordflug. Mit dem eingebauten Motor seiner EB 29 startete er in Elchingen und stieg bis auf 1000 Meter über dem Härtsfeld. Der Abflugpunkt war Nördlingen. Den Motor benutzte er an diesem Tag kein weiteres Mal. Er kam mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100 Kilometer gut voran. Der Sprung vom Südschwarzwald über den Hochrhein zum Schweizer Jura war ein kleines Risiko. Die Gegend ist dafür bekannt thermisch schlecht zu sein. Hier musste er auch wieder auf seinem Heimweg durch. Über dem Jura lief es hervorragend. Etwa 40 Kilometer westlich von Genf wendete er. Die Französischen Alpen lockten hier zum Weiterflug bis in die Provence. Nach knapp 7 Stunden war er auf seinem Rückweg wieder an der Deutsch Schweizer Grenze.  Am späten Nachmittag wurden die Wolken von Westen her auch immer flacher und weniger. Jetzt war Taktieren und vor allem ganz präzises Fliegen angesagt. Die Steigwerte waren nicht mehr so gut wie am Mittag. Markus Frank brauchte weitere 2 Flugstunden bis er mit seiner EB 29 wieder am Flugplatz Elchingen landete. Überglücklich.

Inzwischen wurde sein Flug ausgelesen und sportlich bestätigt. Deutscher Rekord im „Ziel-Rück“ sowie "Freie Strecke" über 900 Kilometer. Die gewertete Strecke war 938,34 Kilometer. Die Flugdauer: 9 Stunden, 21 Minuten und 20 Sekunden.  Effektiv ist er 1018 Kilometer weit geflogen. Am 19. Juli gelang ihm ein FAI-500 Kilometerdreiecksflug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 129,44 km. Die Wendepunkte lagen bei Reiselfingen auf der Baar, in der Nähe der Wutachschlucht. Weiter flog er nach Bruchsal. Die letzte Wende war in der Nähe von Wassertrüdingen am Nordrand des Nördlinger Ries.

Ein angemeldeter Dreiecksflug gilt unter Segelfliegern als Königsdisziplin. Der Luftsportring Aalen ist stolz auf seinen Rekordpiloten. Seine Flüge zählen auch in die Wertung zur Segelflug-Bundesliga ein. Durch seinen Rekordflug liegt der Luftsportring Aalen jetzt in der Segelflug-Bundesliga auf Platz 9.

 

Michael Kost

 

Link zur Rekordliste der Bundeskommission des DAeC