Segelflugzeuge aus Uropas Zeiten hautnah

Am letzten September Wochenende trafen sich in Elchingen wieder die Besitzer historischer Segelflugzeuge aus den 1930er bis in die 1960er-Jahren.

Es hat ganz klein und locker vor einigen Jahren begonnen. Luftsportring Mitglied und Oldtimer-Fan Marion Sells hat ein paar seiner Kumpels aus der Oldtimer-Szene und LSR-Mitglieder dazu animiert zum Saisonabschluss „abzufliegen“, wie es die Segelflieger nennen. Almabtrieb für die Schätze.

Dieses Jahr waren zwei Dutzend Flugzeug-Enthusiasten und Besitzer von historischen Segelflugzeugen aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen. Dieses Oldtimertreffen ist bereits das 5. Treffen der Oldtimer-Segelflieger- Freunde.

Über die Jahre sind es immer mehr Teilnehmer und damit Flugzeuge geworden. Inzwischen zieht das Treffen auch immer mehr Besucher aus der Umgebung an, erzählt Mario Selss. Eine kleine aber feine Oldtimer-Schau, sozusagen. Neugierige Blicke vom Zaun am Rand des Fluggeländes sind stets garantiert. Museumsstücke sind die Maschinen allerdings nicht, sie alle werden von ihren Eigentümern liebevoll gepflegt und regelmäßig geflogen. Teils befinden sie sich in einem technisch besseren Zustand als zur Auslieferung vor etlichen Jahrzehnten. Zu sehen an den sechs Tagen waren unter anderem Flugzeuge mit legendär klingenden Typenbezeichnungen wie „Moswey III“, „Spyr 5“ und „Ka 6“ aus der Schweiz, ein „Wolf 1“ vom Flugplatz Hahnweide. Zudem sind ein „Kranich III“, das Hochleistungsflugzeug „Blanik“, eine mit einer Hupe ausgestattete „Slingsby T21b“, eine „MG23SL“ und der „SG-38“, ein Schulgleiter ganz ohne schützendes Cockpit, am Start. Auch der L-Spatz 55 (Baujahr 1965) der von LSR-Mitglied Michael Kost liebevoll gepflegt wird, war mit dabei.